Die SG Ausbach/Friedewald bestreitet ihr 1. Auswärtsspiel der Saison bei der neu gegründeten SG Werratal (TSV Herfa/VFB Heringen). Bei bestem Fußballwetter möchte man nach dem verpatzten Spiel gegen den SV Wölf wieder punkten, um in der Tabelle vorne dabei zu bleiben. Die von Trainer Markus Höhn aufgestellte Anfangself tut sich aber gegen die Hausherren auf dem kleinen, harten und holprigen Platz in Herfa schwer.

Das Spiel ist von Anfang an mit viel Härte und wenig Spielfluss auf beiden Seiten gekennzeichnet. Allerdings zeigt sich bei der SG Werratal der größere Kampfeswille und der schnörkellosere Drang zum gegnerischen Strafraum.

Der Druck auf das Tor der SG Ausbach/Friedewald wächst zunehmend und die SG Werratal kann sich in der 24. Minute mit dem Führungstreffer zum 1:0 belohnen.

Kampf- und körperbetont gestaltet die Heimelf weiterhin das Spielgeschehen. Mit einem Sonntagsschuss aus 25. Metern (39. Minute) und unhaltbar für Torhüter Julian Kempka trifft die SG Werratal zum 2:0 rechtzeitig vor der Halbzeitpause.

Das Spiel hat weiterhin hohen Derbycharakter, ist allerdings von extremer Härte und unfairem Verlauf bestimmt. Schiedsrichter Andreas Henkel (Eiterfeld) zückt auf beiden Seiten den gelben Karton. Unsportliche Fouls und provokante Äußerungen hätten dem Schiri allerdings Anlass geben können, härtere Entscheidungen auf Seiten der Heimmannschaft zu treffen.

Die Gäste können sich nun etwas besser befreien und ihnen gelingen zahlreiche Torchancen.

Der frisch eingewechselte Rezan Demir kann somit den Anschlusstreffer zum 2:1 in der 74. Minute erzielen. Die SG Ausbach/Friedewald kann den Druck erhöhen und gestaltet die Partie offener, um eine Punkteteilung zu ermöglichen.

Einen dadurch resultierenden Konter nutzt Patrick Michel in der 84. Minute zum 3:1 Endstand.

„Selbstverständlich bin ich über das Spielergebnis enttäuscht, aber erleichtert, dass wir bei diesem unfairen Spielverlauf keine größeren Verletzungen unserer Spieler zu verzeichnen haben“, so Matthias Hartmann (Sportlicher Leiter TSV Friedewald).